Das Wasserfall-Paradoxon

Wasserfall-Paradoxon

Das Wasserfall-Paradoxon - Unternehmen und Institutionen langfristig entwickeln

Der Wasserfall wird im Vergleich zur Agilität häufig als "alte Welt" verstanden, in der es starr und unflexibel zugeht. "Agilität" gilt als der vermeintlich neue, richtige Weg, obwohl ihre Inhalte alles sind, aber sicher nicht neu. Agilität beschreibt das, was in der Natur aller Wesen auf diesem Planeten selbstverständlich ist, nämlich das Lernen durch kleine Schritte und ständiges Ausprobieren.

Unser Meinung nach wird der Begriff "Wasserfall" falsch eingesetzt, denn die bisherige Interpretation suggeriert ein starres und inflexibles Vorgehen. Dabei ist der Wasserfall ein Element der Natur und somit ein sich ständig veränderndes Gebilde. Wir greifen dieses Paradoxon auf

Das Ziel des Wasserfall-Paradoxons ist es, einen Denkimpuls zu geben, mit dem es möglich ist,
Veränderung mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern zu gestalten und nicht gegen sie.

Seit Jahren gibt es eine große Zahl an vielversprechenden Methoden, Tools und Technologien, die einem die vermeintlich richtige Lösung auf dem Weg zu unternehmerischem Erfolg versprechen und dauernd kommen neue Ansätze dazu. Egal, ob es sich um Lean, KVP, SixSigma, Kata, Change Management, Agilität oder Scrum handelt, neu ist an diesen Begriffen in den meisten Fällen nicht viel oder gar nichts. Oft handelt es sich um Jahrhunderte alte Erkenntnisse, die immer wieder neu verpackt werden. Diese bekommen dann markante Markennamen, mit deren Hilfe sich diese Leistungen gut verkaufen lassen. Dazu gesellen sich in den vergangenen Jahren neue Technologien rund um Digitalisierung, Industrie 4.0, IoT und Big Data. Auch hier machen viele die gleichen Fehler, wie in den vergangenen Jahrzehnten: Die Methode wird zum Selbstzweck primär mit dem Ziel, noch mehr Effizient und Profit herauszuholen.

Doch worum geht es wirklich? Geht es nur darum, die eine wahre Methodik oder Technologie zu finden und dann ist alles gut? Nein, es geht um weit mehr.

Es geht um das große Ganze, um den Sinn und Zweck, weshalb etwas verändert wird. Das Wasserfall-Paradoxon ist ein nicht als normativ zu verstehender Ansatz und Denkanstoß, ein ganzheitliches, systematisches Vorgehen zu beschreiben. Mit diesem Vorgehen ist es möglich, Unternehmen, Institutionen und auch ganze Gesellschaften zu gestalten und zu verändern. Das Wasserfall-Paradoxon beschreibt sowohl methodische, aber insbesondere auch menschliche und soziologische Voraussetzungen und Elemente, die für eine ganzheitliche und langfristige Entwicklung nötig sind. Es beginnt bei einer langfristigen und mitunter abstrakten Vision und endet bei der lokalen und von Methoden und Technologien getragenen Umsetzung.

Das Wasserfall-Paradoxon basiert auf realer Umsetzungserfahrung und stellt damit eine von vielen Möglichkeiten dar, sich dem umfangreichen und komplexen Thema zu nähern. Es wird in 2018 als Buch und E-Book erscheinen. Sobald der genaue Erscheinungstermin bekannt ist, wird dies hier und auf unseren anderen Kanälen bekannt gegeben.