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</html><thumbnail_url>https://www.buchingerkuduz.com/blog/wp-content/uploads/2022/03/RestartThinking-Blog_Einfluss-der-Kunden-auf-die-Autoindustrie.jpg</thumbnail_url><thumbnail_width>730</thumbnail_width><thumbnail_height>420</thumbnail_height><description>Im letzten Beitrag der neuen Videoserie B|Kommentar sind wir der Frage nachgegangen, welche Rolle die Autoindustrie im Dieselskandal hat und ob die Ereignisse des letzten Jahres ein Umdenken bei den Herstellern eingeleitet haben. Dieses Mal geht es um eine andere Perspektive: Die anstehenden Fahrverbote erregen die Gem&#xFC;ter und der Ruf nach der Politik wird laut. Doch reicht es den schwarzen Peter nach Berlin bzw. Stuttgart zu schieben oder gibt es noch andere M&#xF6;glichkeiten? Wer ist schuld? Was wurde jahrelang auf oberster Ebene gemacht? Auf Druck der Autolobby hin wurden die EU-Richtlinien f&#xFC;r Schadstoffwerte und die Testzyklen im Sinne der Autoindustrie &#x201E;optimiert&#x201C;. All das wurde stets mit dem Arbeitsplatzargument legitimiert. Jetzt werden aber auf kommunaler Ebene Fahrverbote zum Schutze der Bewohner erlassen. Ist die Politik nun Schuld an der Misere und h&#xE4;tte das alles verhindern k&#xF6;nnen? Ich bin der Meinung, dass ein stringenteres Auftreten der zust&#xE4;ndigen Politiker gegen&#xFC;ber der Autowirtschaft den Standort Deutschland nachhaltig gest&#xE4;rkt h&#xE4;tte, denn dann h&#xE4;tten zukunftsweisende Ver&#xE4;nderungen bereits angegangen werden m&#xFC;ssen anstatt sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Die weltweite Konkurrenz arbeitet schlie&#xDF;lich auch kontinuierlich an Verbesserungen. Das Bewahren des Status Quo wird die Arbeitspl&#xE4;tze in Mitteleuropa nicht dauerhaft sichern. Die Verantwortung oder Schuld nur den Autoherstellern und der Politik zuzuschieben ist aber zu kurz gegriffen, denn das Thema ist vielschichtig. H&#xE4;tte man es wissen k&#xF6;nnen? Seit Jahren gibt es laufende &#xDC;berschreitungen der Schadstoffgrenzwerte in den Ballungsr&#xE4;umen. Der freiwillige Aufruf zum Verzicht auf den PKW und den Umstieg auf &#xF6;ffentliche Verkehrsmittel wurde nur von wenigen wahrgenommen. Sind die Fahrverbote daher &#xFC;berraschend gekommen? Ich versuche es mit einem Beispiel: Stellen Sie sich eine ruhige Siedlung mit einem Kindergarten vor. Die Gemeinde bittet die Anwohner rund um den Kindergarten nur 30 km/h schnell zu fahren. Da es&#xA0;h&#xE4;ufig aber h&#xE4;ufig zu Geschwindigkeits&#xFC;bertretungen kommt, wird eines Tages ein Verkehrsschild aufgestellt und Radarmessungen werden durchgef&#xFC;hrt. Genauso verh&#xE4;lt es sich mit jetzt dem Diesel, es war seit Jahren klar, dass die Schadstoffwerte zu hoch sind, nun legt Stuttgart vor und andere St&#xE4;dte ziehen nach. Alle Fahrzeuge einschlie&#xDF;lich&#xA0;Euro 5 d&#xFC;rfen bei &#xDC;berschreitung der Grenzwerte nicht mehr nach Stuttgart rein. Und auch wenn der Euro 6 Diesel derzeit noch in die Innenst&#xE4;dte fahren darf, ist das keine Garantie auf Auto-Lebenszeit. Selbstverst&#xE4;ndlich ist das auch ein Warnschuss f&#xFC;r die Benziner. Was macht man mit dieser Erkenntnis? Wenn ich VW-Kundin gewesen w&#xE4;re, w&#xFC;rde ich sicherlich nicht nochmals bei diesem Hersteller kaufen. Jetzt werden sicherlich einige anmerken, dass auch andere Autobauer manipulieren. Da gebe ich Ihnen absolut Recht! Die Frage ist, gebe ich mich damit zufrieden und mache weiter wie bisher? Ich habe im Jahr 2007 an Mini geschrieben, wann mit einem E-Mini zu rechnen ist. Damals bekam ich die Antwort, dass 500 Fahrzeuge an ausgew&#xE4;hlte Kunden zum Testen gegeben wurden. Leider ist bis dato noch kein serienreifes Fahrzeug von diesem Hersteller im Angebot. Ich fahre meinen Mini jetzt bis zum bitteren Ende (derzeit 145.000 km, 10 Jahre) und werde mir dann einen elektrisch betriebenen Kleinwagen zulegen, da das mit meinem Fahrprofil sinnvoll ist. Der Kunde hat Einfluss Der &#xF6;sterreichische Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl sagte dazu: Jeder m&#xF6;chte die Welt verbessern und jeder k&#xF6;nnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte. Selbstverst&#xE4;ndlich &#xE4;ndert sich die Wirtschaft und Politik nicht sofort, weil ein Einzelner einen Wunsch &#xE4;u&#xDF;ert. Aber man hat als KonsumentIn die freie Auswahl und damit die Entscheidungskraft, wem man sein Geld gibt. Das schon oft erw&#xE4;hnte neue entwickelte Fahrzeug der deutschen Post ist wohl bekannt. Aber auch immer mehr Taxi-Flotten steigen auf Hybrid- oder Elektrofahrzeuge um, da diese Fahrzeugen besser zu ihren Bed&#xFC;rfnissen als Vielfahrer passen und sich damit die Wartungs- und Verschlei&#xDF;kosten deutlich reduzieren lassen. Wenn aber das Angebot nicht zur Nachfrage passt, kann man einen Schritt weitergehen, wie die E-Selbsthilfegruppe aus Hilden eindrucksvoll demonstriert. Dar&#xFC;ber haben wir bereits im letzten Blog-Beitrag berichtet. Derzeit werden verschiedene Fahrzeuge getestet und diese Woche endet die Ausschreibungsfrist. Wir sind gespannt und werden berichten. Auf der Facebook-Seite der Gruppe erfahren Sie die aktuellen Neuigkeiten. Sie sehen, es gibt M&#xF6;glichkeiten selbst aktiv zu werden. Leitfragen beim Thema Autokauf k&#xF6;nnten sein: Ist ein neues Auto &#xFC;berhaupt notwendig oder w&#xE4;re &#xF6;ffentlicher Verkehr oder Carsharing eine Alternative? Fragen Sie beim n&#xE4;chsten Autokauf gezielt nach den Verbrauchsdaten unter realistischen Bedingungen. Gibt es alternative Antriebskonzepte, die f&#xFC;r Sie in Frage kommen? Meinen heutigen Beitrag m&#xF6;chte ich mit einem Spruch von Albert Einstein beschlie&#xDF;en: Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen &#x2013; und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas &#xE4;ndert. Sind Sie anderer Meinung? Haben Sie Fragen? Wir freuen uns auf Ihre R&#xFC;ckmeldung. Mit besten Gr&#xFC;&#xDF;en Ihre Marlene Buchinger</description></oembed>
