{"id":1618,"date":"2021-03-26T07:38:00","date_gmt":"2021-03-26T06:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.buchingerkuduz.com\/blog\/?p=1618"},"modified":"2024-10-31T20:49:29","modified_gmt":"2024-10-31T19:49:29","slug":"gruener-wasserstoff-als-zukunftshoffnung-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.buchingerkuduz.com\/blog\/gruener-wasserstoff-als-zukunftshoffnung-teil-3\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcner Wasserstoff als Zukunftshoffnung &#8211; Teil 3"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Thema Wasserstoff ist f\u00fcr mich wie ein Krimi. Urspr\u00fcnglich dachte ich, in zwei Beitr\u00e4gen ist das Thema ausf\u00fchrlich f\u00fcr Sie zusammengefasst. Doch umso mehr ich mich damit besch\u00e4ftige, desto mehr \u2013 teilweise skurrile \u2013 Aspekte treten zu Tage. Nachdem es in den ersten beiden Blogbeitr\u00e4gen um die <a href=\"https:\/\/www.buchingerkuduz.com\/blog\/gruener-wasserstoff-als-zukunftshoffnung-teil-1\/\">Erzeugung<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.buchingerkuduz.com\/blog\/gruener-wasserstoff-als-zukunftshoffnung-teil-2\/\">Einsatzm\u00f6glichkeiten<\/a> von Wasserstoff gegangen ist, wollen wir uns in diesem Artikel die Visionen f\u00fcr den Stoff der Tr\u00e4ume ansehen. Wohin soll die Reise gehen? Wird Wasserstoff die Technologie der Zukunft?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"visionen\"><strong>Visionen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Welche internationalen Pl\u00e4ne gibt es? Was plant man auf EU-Ebene und wie sehen die Wasserstoff-Strategien in Deutschland und \u00d6sterreich aus? Finden Sie mehr in den folgenden Abschnitten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"1-internationale-plane\"><strong>1) Internationale Pl\u00e4ne<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Internationale Energie Agentur (IEA) hat im Auftrag von Japan im Rahmen dessen G20-Vorsitzes das Thema Wasserstoff genauer untersucht und folgendes festgestellt (1):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201cHydrogen is already widely used in some industries, but it has not yet realised its potential to support clean energy transitions. Ambitious, targeted and near-term action is needed to further overcome barriers and reduce costs.\u201d<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wie wir bereits aus den Zahlen f\u00fcr den \u201egr\u00fcnen\u201c Wasserstoff sehen konnten, ist die Formulierung \u201edas Potential wurde noch nicht verwirklicht\u201c sehr nett formuliert. Um das Henne-Ei-Problem zu l\u00f6sen, sieht die IEA <strong>vier Wertstr\u00f6me, die eine Skalierung vorantreiben sollen<\/strong> (2):<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bestehende H\u00e4fen<\/strong> sollen Schaltzentralen f\u00fcr Wasserstoff werden, da auch bereits jetzt in diesen Gegenden h\u00e4ufig Raffinerien angesiedelt sind. Wenn diese Anlagen statt \u201egrauem\u201c auf nachhaltig produzierten Wasserstoff umsteigen, verspricht sich die IEA Skaleneffekte und damit sinkende Kosten. Zudem k\u00f6nnte der Wasserstoff Schiffe antreiben oder in nahegelegenen Industrieanlagen verwendet werden.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\">\n<li>Die <strong>bestehende Gasinfrastruktur<\/strong> soll verwendet und das <strong>Erdgas durch Wasserstoff substituiert<\/strong> werden. Die IEA nennt hier einen Eingangswert von 5 Prozent. Wenn man von einer weltweiten Erdgas-Produktion von etwa 3,3 Mrd. Tonnen (Produktionswert im Jahr 2018) ausgeht (3), w\u00e4ren das 165 Millionen Tonnen Gas, die es zu ersetzen gilt. Nimmt man bei dieser Menge Erdgas einen durchschnittlichen Methananteil von 80 % an, m\u00fcssten somit 132 Millionen Tonnen Methan mit einem Heizwert von 1834,8 Mrd. kWh subsituiert werden. Bei einem durchschnittlichen Heizwert von 33,3 kWh pro Kilo Wasserstoff (4), w\u00e4ren damit etwa 55 Megatonnen Wasserstoff n\u00f6tig.<br><br>Somit entsprechen 5 Prozent der Erdgassubstitution einem Mehrbedarf von 80 Prozent der heutigen Produktionsmenge (etwa 70 MT H2 p.a.). Nur nochmals kurz zur Erinnerung: Derzeit werden nur etwa 0,4 Megatonnen Wasserstoff regenerativ hergestellt und im Jahr 2030 soll der Anteil mit erneuerbaren Energiequellen oder CCS lediglich knappe 8 Megatonnen betragen. Da ist somit noch einiges zu tun.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\">\n<li>Zudem soll die Anwendung von <strong>Brennstoffzellen<\/strong> <strong>im Transportbereich<\/strong> ausgebaut werden v.a. bei Autos, LKWs und Bussen mit hoher Laufleistung zum Personen- und G\u00fctertransport.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"4\">\n<li>Au\u00dferdem sollen erste <strong>Schiffstransportrouten<\/strong> etabliert werden um den internationalen Handel mit Wasserstoff zu starten. Dabei will man vom globalen LNG (Liquefied Natural Gas, also Fl\u00fcssigerdgas)-Handel lernen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"exkurs-lng-around-the-world\"><strong>Exkurs \u201cLNG around the world\u201d<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Nein, dabei handelt es sich nicht um eine neue Pop-Band aus S\u00fcdkorea. Fl\u00fcssigerdgas wird aufbereitet in dem alle anderen Gasbestandteile bis auf das Methan entfernt werden. Der Methangehalt im LNG liegt dann bei etwa 98 %. Anschlie\u00dfend wird das Gas bei -161 bis -164 Grad Celsius verfl\u00fcssigt, da es dann nur 1\/600 des gasf\u00f6rmigen Volumens aufweist. Damit kann man es mit Spezialschiffen \u00fcber l\u00e4ngere Strecken transportiert werden. Allerdings ben\u00f6tigt der Aufwand f\u00fcr die Aufbereitung und Verfl\u00fcssigung etwa 10 bis 25 Prozent des Energiegehalts des Gases (5).&nbsp;Der weltweite Handel mit Fl\u00fcssiggas hat sich seit dem Jahr 2000 bis 2018 verdreifacht und liefert mittlerweile 14 % des weltweiten Gasverbrauchs. Oder anders gesagt 314 Millionen Tonnen Gas. Die f\u00fchrenden Nationen sind Qatar, die USA, Kanada, Russland und Australien (6).&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"geplante-weltweite-projekte\"><strong>Geplante weltweite Projekte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Jedenfalls sieht die IEA gro\u00dfen Handlungsbedarf, um Wasserstoff in den langfristigen Energiepl\u00e4nen verankern zu k\u00f6nnen. Ank\u00fcndigungen f\u00fcr Projekte sind bereits vorhanden \u2013 in der Auswertung \u201eHydrogen Project Pipeline\u201c der IEA sind Anlagen mit einer <strong>Gesamtnennleistung von knapp 50 GW gelistet<\/strong> (7). Allerdings betrug die Gesamtkapazit\u00e4t der <strong>weltweit in Betrieb befindlichen Anlagen im Jahr 2019 erst knapp 100 MW, also 0,2 % der Nennleistung der genannten Projekte<\/strong>. Die bis zum Jahr 2019 betriebenen Elektrolyseure hatten alle eine maximale Nennleistung kleiner 10 MW (8).<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Umsetzung voran zu treiben, nennt die IEA als Ma\u00dfnahmenfelder etwa die vermehrte staatliche Nachfrage nach \u201egr\u00fcnem\u201c anstelle \u201egrauem\u201c Wasserstoff. Auch sollten die gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, beispielsweise durch entsprechende Forschungsf\u00f6rderung, geschaffen werden (9). Wie sieht daher der Plan f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union, Deutschland und \u00d6sterreich aus? Lesen Sie mehr dazu im folgenden Abschnitt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"2-die-europaische-wasserstoffstrategie\"><strong>2) <strong>Die Europ\u00e4ische Wasserstoffstrategie<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des Green Deals und dem Aufbauplan \u201eNext Generation EU\u201c hat die Europ\u00e4ische Kommission <strong>Wasserstoff bei den Investitionen priorisiert<\/strong>. Die Idee dahinter, den europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum zu st\u00e4rken und von ausl\u00e4ndischen Importen weniger abh\u00e4ngig zu machen, sowie Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen und einen Technologievorsprung zu erreichen, ist auf jeden Fall begr\u00fc\u00dfenswert. <strong>Neben erneuerbaren Energiequellen wird Wasserstoff als wichtiger Bestandteil gesehen<\/strong>, um das EU-Ziel der Klimaneutralit\u00e4t im Jahr 2050 zu erreichen (10). Ein wertstrom\u00fcbergreifendes System soll in folgenden Schritten erreicht werden:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Als ersten Schritt wird <strong>bis 2024<\/strong> einerseits die Errichtung von Elektrolyseuren mit einer Leistung von mindestens <strong>6 GW<\/strong> sowie die <strong>Erzeugung von bis zu einer Million Tonnen (1 Mt) Wasserstoff<\/strong> <strong>aus erneuerbaren Quellen<\/strong> unterst\u00fctzt (11). Nur zur Erinnerung im Jahr 2019 wurden nur 0,4 Mt &#8222;gr\u00fcner&#8220; und &#8222;blauer&#8220; Wasserstoff weltweit erzeugt und die Produktionskapazit\u00e4t liegt bei unter 100 MW weltweit \u2013 diesbez\u00fcglich ist also noch einiges zu tun.\u00a0<br><br>Die Elektrolyseure sollten in der N\u00e4he von Anlagen mit hohem Bedarf, etwa bei Raffinerien, chemischen Produktionen und Stahlwerken, errichtet werden. Wenn es m\u00f6glich ist, sollen auch bestehende Wasserstoffproduktionsanlagen, die haupts\u00e4chlich mit Erdgas operieren, ersetzt werden. Zudem ist geplant, in dieser Phase auch das Wasserstoff-Tankstellennetz auszubauen und die Planung eines Wasserstoff-Leitungsnetzes voranzutreiben.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\">\n<li>Im Zeitraum <strong>2025-2030<\/strong> sollen laut Plan der EU Elektrolyseure mit einer Mindestleistung von <strong>40 GW<\/strong> in der EU installiert und bis zu <strong>10 Megatonnen Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen<\/strong> in der EU produziert werden (12). Zus\u00e4tzlich sollen <strong>40 GW Produktionskapazit\u00e4t in Nachbarl\u00e4ndern<\/strong> der EU installiert werden, mit dem Ziel diesen Wasserstoff in die EU zu importieren\u00a0(13). Bei den geplanten Produktionskapazit\u00e4ten steht man vor den gleichen Herausforderungen, wie bereits im vorherigen Absatz genannt: Wie ist der massive Ausbau zu bewerkstelligen und das nicht nur innerhalb der EU sondern auch hinsichtlich der Import-Kapazit\u00e4ten?<br><br>Die genannte Produktionsmenge von 10 Mt kann erreicht werden, wenn es sich um die kumulierte Menge \u00fcber f\u00fcnf Jahre handelt. Es war leider aus dem Kommunikationspapier nicht ersichtlich, ob die Menge kumuliert oder j\u00e4hrlich zu verstehen ist. Denn, wie bereits erw\u00e4hnt, rechnet die Internationale Energie Agentur (IEA) mit einer weltweiten Gesamtproduktionsmenge von 7,92 Megatonnen im Jahr 2030.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\">\n<li>Laut den Pl\u00e4nen der EU soll <strong>ab dem Jahr 2030 gr\u00fcner Wasserstoff in all den Sektoren<\/strong> eingesetzt werden, in denen die <strong>Emissionen nur schwer gesenkt werden k\u00f6nnen<\/strong> (14). Dazu z\u00e4hlen vor allem der Verkehr, in dem Wasserstoff oder die synthetischen Kraftstoffe (siehe E-Fuels) eingesetzt werden sollen (15). Au\u00dferdem sollen in diesem Abschnitt auch schon signifikante Fortschritte bei einem transeurop\u00e4ischen Wasserstoff-Leitungsnetz gemacht sein (16).\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"4\">\n<li>Bis zum Jahr 2050 soll der <strong>Wasserstoffanteil im europ\u00e4ischen Energiemix<\/strong> von derzeit weniger als 2 % <strong>auf 13 bis 14 % gesteigert<\/strong> werden (17).\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"weitere-details-der-europaischen-wasserstoffstrategie\"><strong>Weitere Details der europ\u00e4ischen Wasserstoffstrategie<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die EU-Kommission hat sich zudem Gedanken \u00fcber die Lieferkette und die Rohmaterialien f\u00fcr die Gewinnung von Wasserstoff gemacht, denn 19 von 29 <strong>Rohmaterialien<\/strong> f\u00fcr Brennstoffzellen und Elektrolyseure sind in der EU <strong>nicht vorhanden<\/strong> (18).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Satz im Papier der EU-Kommission hat mich neugierig gemacht:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>A life-cycle approach is also needed to minimize the negative climate and environmental impacts of the hydrogen sector <\/em>(19).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Stimmt, <strong>Wasserstoff ist ein indirektes Klimagas<\/strong>, da es die Verteilung von Methan und Ozon in der Atmosph\u00e4re st\u00f6rt. Es wird bei der Produktion, der Lagerung und Verteilung sowie der Verwendung von Wasserstoff zu <strong>Leckagen<\/strong> kommen. Je nach Menge dieser Austritte ist die klimaschonende Wirkung im Vergleich zu fossilen Technologien reduziert (20). Hinsichtlich der <strong>Sicherheit<\/strong> ist die Brennbarkeit von Wasserstoff zu ber\u00fccksichtigen und gr\u00f6\u00dfere Mengen sind f\u00fcr Menschen giftig (21).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wo-soll-der-strom-fur-diesen-wasserstoff-herkommen\"><strong>Wo soll der Strom f\u00fcr diesen Wasserstoff herkommen?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Laut den Pl\u00e4nen der EU soll der Wasserstoff prim\u00e4r mit Strom aus Wind- und Photovoltaikanlagen hergestellt werden. Entsprechende Initiativen zum gro\u00dffl\u00e4chigen Ausbau von Strom aus erneuerbaren Quellen werden ebenfalls vorangetrieben.&nbsp;Doch dann kommt die Einschr\u00e4nkung (22):&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>In the short and medium term, however, other forms of low-carbon hydrogen are needed.\u00a0<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, bis diese Kapazit\u00e4t vorhanden ist, werden andere kohlenstoffarme Produktionsformen ben\u00f6tigt. Und hier sollten die Alarmglocken l\u00e4uten. Denn die EU hat im November 2020 einger\u00e4umt, dass auch <strong>Wasserstoff als Atomstrom als CO2-arm zu betrachten sei<\/strong>&nbsp;(23), dagegen hat die gr\u00fcne \u00f6sterreichische Umweltministerin Gewessler allerdings im Dezember 2020 ein Veto eingelegt (24).&nbsp;Das Veto ist als berechtigt anzusehen, da Atomstrom nur im stabilen, laufenden Betrieb klimaneutral ist. Rechnet man Bau, Anreicherung und Aufarbeitung der Brennst\u00e4be sowie eine irgendwann f\u00e4llige Entsorgung dazu, ist Kernenergie kaum weniger klimasch\u00e4dlich als Kohleenergie. Dazu kommt noch das gro\u00dfe Ma\u00df an Unsicherheit im Betrieb.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wasserstoff-aus-erneuerbaren-energiequellen\"><strong>Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Dazu rechnet die EU-Kommission mit einem notwendigen Zubau der erneuerbaren Energiequellen bis zum Jahr 2050 in der H\u00f6he von 25 %, um diese Menge an Wasserstoff \u00fcberhaupt nachhaltig produzieren zu k\u00f6nnen (25). Kann das klappen?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich ja. Vom Jahr 2013 bis zum Jahr 2019 stieg der regenerative Anteil am Stromverbrauch \u00fcber alle 27 EU L\u00e4nder gerechnet von 26,85 auf 34,08 Prozent, also um knapp 27 Prozent (26). Wie gesagt, handelt es sich hierbei nur um den Stromverbrauch. Andere Bereich wie W\u00e4rme oder Mobilit\u00e4t sind ebenfalls energieintensiv und sollen auch emissions\u00e4rmer gemacht werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Daher sollte man auch den regenerativen Anteil am Bruttoenergieverbrauch (27) betrachten: Im Jahr 2019 betrug der Anteil erneuerbarer Energie am Bruttoenergieverbrauch&nbsp;im Schnitt der 27 EU-L\u00e4nder 19,73 % (\u00d6sterreich 33,6 %, Deutschland 17,3 %) (28). <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Somit basieren \u00fcber 80 % unseres Energieverbrauchs in Europa nach wie vor auf fossilen Brennstoffen. Wasserstoff mag zwar Teile davon zu substituieren, aber dann ist die Frage, wo die erneuerbare Energie daf\u00fcr herkommt.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"3-deutschlands-plane\"><strong>3. Deutschlands Pl\u00e4ne <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der EU h\u00e4lt das Thema Wasserstoff besonders hoch. Schon im Jahr 2019 verlautbarte der Energie- und Wirtschaftsminister Peter Altmaier, dass <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201e<em>Deutschland die Wasserstoffnation Nummer 1 werden<\/em>\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p> wolle (29). Am 10. Juni 2020 war es dann soweit, die \u201eNationale Wasserstoffstrategie\u201c wurde vorgestellt und Herr Altmaier wiederholte die oben genannte Aussage und erg\u00e4nzte: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201e<em>Er\u00a0<\/em>(Anm. Wasserstoff<em>) wird als Energietr\u00e4ger der Zukunft sowohl in Deutschland als auch weltweit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Dabei wird Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen, wie wir es vor 20 Jahren bereits mit der F\u00f6rderung der Erneuerbaren Energien haben (30)<\/em>.<em>\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"exkurs-deutschland-und-die-erneuerbaren-energien\"><strong>Exkurs: Deutschland und die erneuerbaren Energien<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><em>Zum Thema der Energiewende in Deutschland k\u00f6nnte ich jetzt \u00fcber mehrere Seiten referieren, doch das erspare ich Ihnen an dieser Stelle und versuche mich kurz zu fassen. Ja, Deutschland war bei der erneuerbaren Energie einmal Markt- und Technologietreiber. Anstelle das urspr\u00fcnglich gut gemachte EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) ma\u00dfvoll anzupassen, wurde im Sommer <strong>2011 ein massiver Schnitt <\/strong>bei den Photovoltaik-F\u00f6rderungen beschlossen, der nur neun Monate sp\u00e4ter bereits in Kraft trat.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>In der Realit\u00e4t brachte das das Aus f\u00fcr viele Projekte, da die Rahmenbedingungen wesentlich ver\u00e4ndert waren. Folglich brach der Zubau an PV-Anlagen von 2012 auf 2013 um etwa die H\u00e4lfte ein und viele Unternehmen verschwanden. Da im Bereich Photovoltaik \u2013 etwa im Vergleich zu einem gro\u00dfen Wasserkraftwerk \u2013 eher kleinteilig gearbeitet wird, <strong>verschwanden binnen eines Jahres (!) etwa 50.000 Jobs aus der Branche<\/strong> (31). Die bis dahin m\u00fchsam in Deutschland aufgebauten Produktionslinien und das Wissen aus Entwicklung, Projektierung und Monitoring gingen teilweise verloren. Der j\u00e4hrliche Zubau an PV-Anlagen ging zwischen 2010 und 2017 um 80 % zur\u00fcck (32). Wenn man diesen Aktionismus mit dem deutschen Kohleausstieg mit Restlaufzeiten bis 2038 vergleicht, wirkt es wie ein Hohn.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Danach ruhte sich die deutsche Politik auf dem bis dahin geschaffenen Erfolg aus. Mehrere EEG-Novellen folgten und \u201e<strong>verschlimm-besserten\u201c das System<\/strong> nur. Dazu kamen teilweise Verhinderungsplanungen, wie die bayrische 10H-Regelung f\u00fcr Windanlagen, oder schlichtes Chaos beim Netzausbau \u2013 f\u00fcr das \u00fcbrigens auch Herrn Altmaier politisch verantwortlich ist. Mittlerweile sind auch viele Jobs in der Windindustrie bedroht und im Vergleich zum Jahr 2011 gab es im Jahr 2018 27 % weniger Arbeitskr\u00e4fte im Bereich der Erneuerbaren Energie oder anders gesagt mehr als 100.000 \u2013 zum Teil hochqualifizierte \u2013 Jobs wurden vernichtet (33). In dieser Zahl sind die betroffenen Zulieferbetriebe nicht mitgerechnet, hier spricht man branchenintern von etwa weiteren 400.000 Arbeitspl\u00e4tzen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wenn daher jetzt von einer <strong>Vorreiterrolle beim Wasserstoff <\/strong>geredet wird, ziehe ich <strong>unweigerlich Parallelen zur erneuerbaren Energie<\/strong>. Das mag alles sch\u00f6n klingen, aber man muss es auch l\u00e4ngerfristig durchziehen. Und ohne den Strom aus den erneuerbaren Energien wird das mit dem gr\u00fcnen Wasserstoff leider nichts werden. Entschuldigung, bei dem Thema werde ich emotional, da ich auch zu den 100.000 Arbeitskr\u00e4ften z\u00e4hlte. Aber wie soll die Vorreiterposition in Deutschland genau geschaffen werden?<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"deutschlands-nationale-wasserstoffstrategie-nws\"><strong>Deutschlands &#8222;Nationale Wasserstoffstrategie&#8220; (NWS)<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Nationale Wasserstoffstrategie wurde im Juni 2020 vorgestellt und ist an die Positionen der EU angelehnt. Das Ziel ist es gr\u00fcnen Wasserstoff zu erzeugen und damit das \u201eZiel der Treibhausgasneutralit\u00e4t in 2050\u201c zu erreichen, in dem der <strong>Stoff wichtiger Teil des deutschen Energiesystems wird<\/strong>. Es ist in dem Papier auch von Sektorkopplung, also der sinnvollen Verkn\u00fcpfung verschiedener Anwendungen, die Rede und dass vor allem Branchen mit hohem Treibhausemissionen dekarbonisiert werden sollen (34).<\/p>\n\n\n\n<p>Da momentan \u2013 wie bereits ausgiebig erl\u00e4utert \u2013 <strong>viel zu wenig gr\u00fcner Wasserstoff produziert wird, soll in den kommenden zehn Jahren auch \u201eblauer\u201c oder \u201et\u00fcrkiser\u201c Wasserstoff zum Einsatz kommen<\/strong> (35). Das klingt recht pragmatisch und unkompliziert, doch zur Erinnerung: \u201eT\u00fcrkiser\u201c Wasserstoff entsteht durch Methanpryrolyse bei der das CO2 aus dem Methan als Feststoff \u00fcbrigbleibt. <strong>Zwei von drei dieser Pyrolyseverfahren sind noch im Versuchsstadium<\/strong> und vom gro\u00dffl\u00e4chigen Einsatz weit entfernt. Beim \u201eblauen\u201c Wasserstoff wird das CO2, das bei der Aufspaltung der fossilen Grundstoffe \u00fcbrigbleibt, abgeschieden und soll eingelagert werden, daher stammt der Begriff Carbon Capture and Storage, kurz CCS). \u00dcber <strong>CCS-Versuchsanlagen<\/strong> ist man hier auch noch nicht hinausgekommen (36).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"mengenlehre\"><strong>Mengenlehre<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Derzeit werden in Deutschland j\u00e4hrlich 55 TWh Wasserstoff verbraucht (37). Bis 2030 wird ein Zuwachs auf 90 bis 110 TWh p.a. in Deutschland prognostiziert (38). Um einen Teil dieses Bedarfs regenerativ decken zu k\u00f6nnen, soll bis 2030 eine Produktionskapazit\u00e4t von 5 GW errichtet werden. Damit k\u00f6nnten etwa 14 TWh Wasserstoff erzeugt werden, was dann 12 bis 15 % des prognostizierten Bedarfs entspricht. Man sieht auch hier \u2013 der Weg zur Nachhaltigkeit ist weit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend sollen \u2013 wenn m\u00f6glich \u2013 bis 2035 ansonsten bis 2040 weitere 5 GW \u201egr\u00fcne\u201c Wasserstoffproduktionskapazit\u00e4t errichtet werden. Bis 2050 muss die Produktion noch weiter massiv ausgebaut werden, denn das BMWi rechnet allein f\u00fcr die Umstellung der Stahlproduktion mit 80 TWh Wasserstoff und f\u00fcr die Umstellung der deutschen Raffinerie- und Ammoniakproduktion weitere 22 TWh ben\u00f6tigt (39).&nbsp;\u00dcber den gesamt prognostizierten Bedarf 2050 gibt es in der NWS keine Angaben. Die Szenarien reichen von 250 bis 800 TWh (40).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"361\" height=\"217\" src=\"https:\/\/www.buchingerkuduz.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1650\" style=\"width:521px;height:313px\" srcset=\"https:\/\/www.buchingerkuduz.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image.png 361w, https:\/\/www.buchingerkuduz.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image-300x180.png 300w\" sizes=\"(max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eigene Darstellung, M. Buchinger, 2021 basierend auf der \u201eWasserstoff-Roadmap f\u00fcr Deutschland\u201c (41)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Daher sollen parallel zur Wasserstoffproduktion auch die daf\u00fcr n\u00f6tigen Kapazit\u00e4ten bei der \u201e<strong>Offshore- und Onshore-Energiegewinnung<\/strong>\u201c entstehen um den Strombedarf (teilweise) abzudecken. Als erster Schritt plant man 20 TWh erneuerbarer Strom bis 2030. Ist das viel?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Vergleich: Im Jahr 2019 wurden in Deutschland 455 TWh Energie (Strom, W\u00e4rme, Kraftstoffe) erneuerbar erzeugt, der Stromanteil betrug davon 53 %, etwa 241 TWh (42). Somit entspr\u00e4che der zus\u00e4tzliche Stromaufwand f\u00fcr die geplante \u201egr\u00fcne\u201c Wasserstoffproduktion im Jahr 2030 einem Zubau von 8,3 %, f\u00fcr die n\u00e4chsten 5 GW ebenso.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 2013 und 2019 konnte Deutschland den regenerativen Anteil der Stromproduktion um etwas mehr als 60 % steigern (43). Mit einem \u00e4hnlichen Zuwachs w\u00e4re es m\u00f6glich die in den ersten beiden Abschnitten geplanten Elektrolyse-Kapazit\u00e4ten von 10 GW mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu versorgen. Dann w\u00e4ren 28 TWh Wasserstoff \u201egr\u00fcn\u201c produziert, das entspr\u00e4che<strong> etwa 25 % des Bedarfs im Jahr 2030<\/strong>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nimmt man die Menge von 102 TWh f\u00fcr Stahl- und chemische Industrie her bzw. den prognostizierten Gesamtwasserstoffverbrauch im Jahr <strong>2030<\/strong> (90 \u2013 110 TWh) <strong>\u00fcber alle Sektoren<\/strong>, werden etwa 146 TWh erneuerbare Energieproduktionskapazit\u00e4ten ben\u00f6tigt. Dann w\u00fcrden <strong>60 % der gesamten heutigen regenerativen Stromproduktion<\/strong> aus Deutschland f\u00fcr die Produktion dieser Menge an Wasserstoff verwendet werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Da aber im Jahr <strong>2050<\/strong> ein Verbrauch von 250 bis sogar 800 TWh Wasserstoff prognostiziert wird, ist <strong>nicht klar wie die daf\u00fcr n\u00f6tige Energie aufgebracht werden soll<\/strong>. Und hier ist dezidiert noch nicht der Energiebedarf von Power to X eingerechnet (44).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jedenfalls stellt der deutsche Staat erstmals 9 Mrd. Euro f\u00fcr das Thema Wasserstoff bereit<\/strong>, davon sollen 7 Mrd. in den \u201eMarkthochlauf von Wasserstofftechnologien in Deutschland\u201c investiert werden. Die restlichen 2 Mrd. sollen f\u00fcr internationale Projekte zur Verf\u00fcgung stehen (45).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"deutschlands-globale-fuhrungsrolle\"><strong>Deutschlands globale F\u00fchrungsrolle<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Was aus der NWS heraussticht, sind mehrmalige Hinweise, dass Deutschland auch in Zukunft \u201e<strong><em>ein gro\u00dfer Energieimporteur<\/em><\/strong>\u201c bleiben wird. Aber auch beim Wasserstoff wird Deutschland den gr\u00f6\u00dften Teil importieren m\u00fcssen (46). Wie passt das zur angek\u00fcndigten F\u00fchrungsrolle?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der DWS hei\u00dft es <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201e<em>Deutschland hat jetzt die Chance, im internationalen Wettbewerb eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und dem Export von Wasserstoff- und Power-to-X-Technologien (PtX) einzunehmen (47)<\/em>.\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Klar, es geht um einen <strong>Milliardenmarkt<\/strong> und man \u2013 also viele Player in der Industrie \u2013 versprechen sich davon neue Chancen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man die <strong>Datenbank der weltweiten Wasserstoffprojekte<\/strong> der Internationalen Energie Agentur seziert, zeigt sich die bis zum Jahr 2020 installierte Produktionskapazit\u00e4t vor allem in Deutschland, gefolgt von Japan und \u00d6sterreich befindet (48). Bevor Sie jetzt in Jubelst\u00fcrme ausbrechen, wir sprechen hier von etwas \u00fcber gesamt <strong>50 MW Kapazit\u00e4t<\/strong>, damit sind wir von den oben angef\u00fchrten Bedarfsmengen noch Lichtjahre weit entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der deutsche Optimismus st\u00fctzt sich allerdings auf diese Zahlen, da die Kompetenzen im Bereich der Brennstoffzelle im KFZ-Bereich, wie bereits gezeigt, in Asien liegen und diese Hersteller derzeit auch im Bereich Schwerlastfahrzeuge die Nase vorne haben. Die deutsche Autoindustrie pocht daher ganz stark auf den Bereich Power to X, was allerdings vom energetischen Standpunkt aus die Schlechteste aller L\u00f6sungen darstellt. <strong>Ob der momentane Vorsprung bei den Wasserstoffproduktionsanlagen auf lange Sicht wirklich eine weltweite F\u00fchrungsrolle bringen wird, muss hinterfragt werden<\/strong>, denn andere Nationen, wie Kanada, Korea oder Japan, sind ebenfalls bereits auf den Wasserstofftrend aufgesprungen und bauen rasch Kapazit\u00e4ten und damit Wissen auf (49).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"4-osterreichs-plane\"><strong>4. \u00d6sterreichs Pl\u00e4ne<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bei den Recherchen zu diesem Abschnitt musste ich etwas lachen, denn ich stie\u00df auf die Ank\u00fcndigung von Bundeskanzler Kurz im 2019: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201e<em>\u00d6sterreich soll zur Wasserstoffnation Nummer 1 werden<\/em> (50).\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das kommt mir irgendwoher bekannt vor&#8230; Seit 2019 ist in dieser Hinsicht in \u00d6sterreich nicht allzu viel passiert. Die vorherige Regierung war im Umweltministerium nur auf Marketing bedacht, bis auf sch\u00f6ne Ank\u00fcndigungen ist nichts geblieben. Etwa wurde \u00d6sterreich in dieser Zeit von der EU ger\u00fcgt. <a href=\"https:\/\/www.buchingerkuduz.com\/blog\/klimagesetze-und-die-klimaklage\/\">Wir haben im #RestartThinking Blog berichtet, der Nationale Energie- und Klimaplan (kurz NEKP) wurde als nicht gen\u00fcgenden zur\u00fcckgewiesen und musste \u00fcberarbeitet werden<\/a> (51).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam der Ibiza-Skandal, die Neuwahl und seit Anfang 2020 muss der gr\u00fcne Koalitionspartner die Vers\u00e4umnisse aus fr\u00fcheren Perioden ausbaden \u2013 und das noch dazu w\u00e4hrend eine weltweite Pandemie herrscht. Daher wurde die <strong>\u00f6sterreichische Wasserstoffstrategie auf 2021 verschoben<\/strong>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-geht-es-weiter\"><strong>Wie geht es weiter<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach all diesen zumeist hochtrabenden Pl\u00e4nen bleibt die Frage \u00fcbrig, k\u00f6nnen diese Visionen Wirklichkeit werden oder handelt es sich nur um Wunschvorstellungen? Darum geht es im <a href=\"https:\/\/www.buchingerkuduz.com\/blog\/gruener-wasserstoff-als-zukunftshoffnung-teil-4\/\">vierten Teil des #RestartThinking Blogs<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie in der Zwischenzeit Fragen oder Kommentare? Dann freue ich mich auf Ihre Nachricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe<br>Marlene Buchinger<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"quellen\"><strong>Quellen:<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.iea.org\/reports\/the-future-of-hydrogen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IEA &#8211; Fuels &amp; technologies &#8211; Hydrogen<\/a>,\u00a0abgerufen am 20.01.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.iea.org\/reports\/the-future-of-hydrogen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IEA &#8211; Fuels &amp; technologies &#8211; Hydrogen<\/a>,\u00a0abgerufen am 20.01.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.iea.org\/data-and-statistics\/data-tables?country=WORLD&amp;energy=Balances&amp;year=2018\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IEA \u2013 Data &amp; Statistics &#8211; 2018<\/a>,\u00a0abgerufen am 23.02.2021<\/li>\n\n\n\n<li>HRS \u2013 Heiz- und Brennwerte, abgerufen am 21.01.2021 &#8211; Link nicht mehr verf\u00fcgbar<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fl\u00fcssigerdgas\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wikipedia.de &#8211; Fl\u00fcssigerdgas<\/a>, abgerufen am 15.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/judeclemente\/2019\/07\/12\/9-things-to-know-about-the-booming-global-liquefied-natural-gas-market\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Forbes<\/a>, abgerufen am 15.02.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.iea.org\/reports\/hydrogen-projects-database\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IEA &#8211; Fuels &amp; technologies &#8211; Hydrogen Project Database<\/a>, abgerufen am 15.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li>IEA, Report \u201eThe Future of Hydrogen\u201d, S. 45<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.iea.org\/reports\/the-future-of-hydrogen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IEA &#8211; Fuels &amp; technologies &#8211; Hydrogen<\/a>,\u00a0abgerufen am 15.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/germany\/news\/20200708-wasserstoffstrategie_de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europ\u00e4ische Kommission \u2013 Vertretung in Deutschland<\/a>, abgerufen am 17.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/germany\/news\/20200708-wasserstoffstrategie_de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europ\u00e4ische Kommission \u2013 Vertretung in Deutschland<\/a>, abgerufen am 17.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/germany\/news\/20200708-wasserstoffstrategie_de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europ\u00e4ische Kommission \u2013 Vertretung in Deutschland<\/a>, abgerufen am 17.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li>European Commission, Communication \u201cA hydrogen strategy for climate-neutral Europe\u201d, 07\/2020, S. 1\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/germany\/news\/20200708-wasserstoffstrategie_de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europ\u00e4ische Kommission \u2013 Vertretung in Deutschland<\/a>, abgerufen am 17.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li>European Commission, Communication \u201cA hydrogen strategy for climate-neutral Europe\u201d, 07\/2020, S. 7<\/li>\n\n\n\n<li>European Commission, Communication \u201cA hydrogen strategy for climate-neutral Europe\u201d, 07\/2020, S. 15<\/li>\n\n\n\n<li>European Commission, Communication \u201cA hydrogen strategy for climate-neutral Europe\u201d, 07\/2020, S. 1<\/li>\n\n\n\n<li>European Commission, Communication \u201cA hydrogen strategy for climate-neutral Europe\u201d, 07\/2020, S. 10\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>European Commission, Communication \u201cA hydrogen strategy for climate-neutral Europe\u201d, 07\/2020, S. 10\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/environment\/integration\/research\/newsalert\/pdf\/39na1_en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Science for Environment Policy: European Commision DG Environment News Alert Service<\/a>,\u00a0abgerufen am 17.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.chemie.de\/lexikon\/Wasserstoff.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Chemie.de &#8211; Lexikon &#8211; Wasserstoff<\/a>, abgerufen am 17.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li>European Commission, Communication \u201cA hydrogen strategy for climate-neutral Europe\u201d, 07\/2020, S. 5<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Umweltschuetzer-warnen-vor-Wasserstoff-mittels-Atomkraft-4974233.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heise<\/a>, abgerufen am 15.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/wirtschaft\/oesterreich\/2084989-EU-Veto-Oesterreichs-gegen-Wasserstoff-aus-Atomkraft.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wiener Zeitung<\/a>, abgerufen am 17.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li>European Commission, Communication \u201cA hydrogen strategy for climate-neutral Europe\u201d, 07\/2020, S. 7<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/databrowser\/view\/NRG_IND_REN__custom_727669\/default\/table?lang=en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eurostat \u2013 Share of energy from renewable sources, online data code:\u00a0NRG_IND_REN<\/a>, abgerufen am 23.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/statistics-explained\/index.php?title=Glossary:Gross_inland_energy_consumption\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eurostat \u2013 Glossar: Bruttoinlandsverbrauch an Energie<\/a>, abgerufen am 17.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/databrowser\/view\/NRG_IND_REN__custom_727669\/default\/table?lang=en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eurostat \u2013 Share of energy from renewable sources, online data code:\u00a0NRG_IND_REN<\/a>, abgerufen am 23.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2019\/20191009-altmaier-deutschland-soll-bei-wasserstofftechnologien-nummer-1-in-der-welt-werden.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BMWi \u2013 Pressemitteilung \u2013 09.10.2019<\/a>, abgerufen am 18.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2020\/20200610-globale-fuehrungsrolle-bei-wasserstofftechnologien-sichern.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BMWi \u2013 Pressemitteilung \u2013 10.06.2020<\/a>, abgerufen am 18.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/strom-report.de\/photovoltaik\/#arbeitsplaetze-photovoltaik\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Strom-Report.de<\/a>, abgerufen am 18.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/strom-report.de\/photovoltaik\/#photovoltaik-neu-installationen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Strom-Report.de<\/a>, abgerufen am 18.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.erneuerbare-energien.de\/EE\/Redaktion\/DE\/Downloads\/zeitreihe-der-beschaeftigungszahlen-seit-2000.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BMWi \u2013 Aufstellung \u201eBruttobesch\u00e4ftigung durch erneuerbare Energien 2000 bis 2018<\/a>, abgerufen am 18.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li>BMWi \u2013 \u201eDie Nationale Wasserstoffstrategie\u201c, Juni 2020, S. 1<\/li>\n\n\n\n<li>BMWi \u2013 \u201eDie Nationale Wasserstoffstrategie\u201c, Juni 2020, S. 3<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.isi.fraunhofer.de\/de\/competence-center\/energietechnologien-energiesysteme\/projekte\/316342_ccs-chancen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fraunhofer ISI<\/a>, abgerufen am 18.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li>BMWI Deutschland, \u201eDie Nationale Wasserstoffstrategie\u201c, Stand 06\/2020, Seite 6<\/li>\n\n\n\n<li>BMWI Deutschland, \u201eDie Nationale Wasserstoffstrategie\u201c, Stand 06\/2020, Seite 6<\/li>\n\n\n\n<li>BMWi \u2013 \u201eDie Nationale Wasserstoffstrategie\u201c, Juni 2020, S. 5 f.<\/li>\n\n\n\n<li>C. Helbing et al., Fraunhofer &#8211; Eine Wasserstoff-Roadmap f\u00fcr Deutschland, 2019, S. 10<\/li>\n\n\n\n<li>C. Helbing et al., Fraunhofer &#8211; Eine Wasserstoff-Roadmap f\u00fcr Deutschland, 2019, S. 10<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/klima-energie\/erneuerbare-energien\/erneuerbare-energien-in-zahlen#ueberblick\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltbundesamt<\/a>, abgerufen am 18.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/databrowser\/view\/NRG_IND_REN__custom_728429\/default\/table?lang=en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eurostat \u2013 Share of energy from renewable sources, online data code:\u00a0NRG_IND_REN<\/a>, abgerufen 23.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li>C. Helbing et al., Fraunhofer &#8211; Eine Wasserstoff-Roadmap f\u00fcr Deutschland, 2019, S. 10<\/li>\n\n\n\n<li>BMWi \u2013 \u201eDie Nationale Wasserstoffstrategie\u201c, Juni 2020, S. 3<\/li>\n\n\n\n<li>BMWi \u2013 \u201eDie Nationale Wasserstoffstrategie\u201c, Juni 2020, S. 4, S. 6, S. 8<\/li>\n\n\n\n<li>BMWi \u2013 \u201eDie Nationale Wasserstoffstrategie\u201c, Juni 2020, S. 7<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.iea.org\/reports\/hydrogen-projects-database\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IEA &#8211; Fuels &amp; technologies &#8211; Hydrogen Project Database<\/a>, abgerufen am 15.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.iea.org\/reports\/the-future-of-hydrogen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IEA &#8211; Fuels &amp; technologies &#8211; Hydrogen<\/a>,\u00a0abgerufen am 23.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/wirtschaft\/oesterreich\/2085730-Wasserstoff-Strategie-erst-2021.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wiener Zeitung<\/a>, abgerufen am 23.03.2021<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.eu-umweltbuero.at\/inhalt\/greenpeace-kritisiert-ueberarbeiteten-klimaplan-oesterreichs\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EU-Umweltb\u00fcro<\/a>, abgerufen am 23.03.2021<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Wasserstoff ist f\u00fcr mich wie ein Krimi. Urspr\u00fcnglich dachte ich, in zwei Beitr\u00e4gen ist das Thema ausf\u00fchrlich f\u00fcr Sie zusammengefasst. Doch umso mehr ich mich damit besch\u00e4ftige, desto mehr \u2013 teilweise skurrile \u2013 Aspekte treten zu Tage. 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