Krisenbewältigung – Lösungen für die zukunft entwickeln

Krisen kommen vor und werden immer Teil eines natürlichen Umfelds einer Gesellschaft oder von Unternehmen sein. Bestimmte Krisen können wir als strategische Krisen (→) erkennen und verhindern. Jedoch gibt es auch extrinsische Faktoren, deren Ursachen man als Organisation kaum bis gar nicht beeinflusst. Die Kunst ist es, mit Krisen so umzugehen, dass der Sturz in die Tiefe als kinetische Energie genutzt wird, um am anderen Ende des Tals gestärkt herauszukommen.

Damit das gelingt, sind insbesondere während der Krise Investitionen in die Zukunft zwingend notwendig. Stellt man in Krisenzeiten sämtliche Investitionen in Verbesserungsarbeit und Qualifikation von Menschen komplett ein, kann die Krise keine Chance mehr sein – sondern sie bleibt nur noch eine Gefahr.

Welche Schritte sind in den einzelnen Phasen der Krise zu beachten? Das sehen Sie in den einzelnen Abschnitten weiter unten. Und was hat das alles mit Albert Einstein zu tun? Erfahren Sie mehr im Impulsbeitrag auf LinkedIn (→)

KrisenChancen Buchinger|Kuduz
Sofortmaßnahmen Buchinger|Kuduz

Was müssen wir sofort tun, um groben Schaden abzuwenden?

  • Notfallpläne umsetzen (v.a. auf die Sicherheit und Gesundheit achten)
  • Ggf. neue Szenarien entwickeln, falls möglich und notwendig
  • Kommunikation über alle Hierarchien hinweg
  • Prozesse ggf. entsprechend den Notfallplänen adaptieren (Supply Chain, Produktion, Administration)
  • Einsetzen bzw. Etablierung neuer/anderer Arbeitsweisen z.B. dezentrales Arbeiten, Online-Kollaborationen
  • Entwickeln bzw. Einsatz alternativer Arbeitsszenarien für MitarbeiterInnen, die nicht dezentral arbeiten können
  • Arbeitsmodelle anpassen
  • Liquidität sicherstellen (Reserven, Rücklagen, Arbeitsmodelle, ggf. staatliche Hilfen in Anspruch nehmen, etc.)
KrisenChancen_Analyse Buchinger|Kuduz

Was sind die Ursachen dafür, dass uns die Krise betrifft?

  • Analyse der Probleme und ihrer Häufigkeit (z.B. Pareto-Analyse)
  • Verständnis der Kern-Ursachen für die Probleme
  • Entwicklung möglicher Lösungen
  • Identifikation der Probleme, die zuvor schon vorhanden waren und durch die Krise erst sichtbar wurden
  • Wissenstransfer aus dieser Krise für andere Situationen
KrisenChancen_Innovation Buchinger|Kuduz

Was müssen wir in unserem Leistungsversprechen sowie der Prozesslandschaft verändern, um künftig nicht mehr oder weniger von solchen Krisen betroffen zu sein?

  • Reflexion der Kundenwerte: Sind diese bekannt bzw. sind es noch die richtigen?
  • Lösungen für Kundenwerte (= Kundennutzen – Produkte und Dienstleistungen) finden 
  • Darstellung und Ausarbeitung der Kundenwerte und die Verbindung zum Kundennutzen anhand z.B. der Relationsmatrix (→)
  • Veränderungen innerhalb der Prozesslandschaft herleiten, um neue Ideen real zu machen 
  • Testen von neuen Ideen und ggf. Entwicklung von Prototypen
Umsetzung Buchinger|Kuduz

Was müssen wir tun, um die neuen Ideen in die reale Welt zu überführen?

  • Entwicklung eines Umsetzungsplans für die Realisierung der entwickelten Ideen
  • Bestimmung von Umsetzungsteams, die die Umsetzung voran bringen
  • Etablierung einer strukturierte Umsetzung einschließlich
  • Regelkommunikation und Selbstreflexion
  • Entwicklung und Anbindung bestehender und neuer Lieferanten und Partner
Stabilisierung Buchinger|Kuduz

Wie können wir sicherstellen, dass die neuen Ansätze lebendig bleiben?

  • Während und nach der Umsetzung Ideen der MitarbeiterInnen einbeziehen
  • Neue Prozesse bestätigen und ggf. anpassen
  • Erhöhte Wachsamkeit für ein sich änderndes Umfeld
  • Routinen entwickeln, um Verbesserungsfähigkeit weiter zu entwickeln
  • Anpassung von Geschäftsabläufen, wo es sinnvoll und notwendig erscheint

Insbesondere in extremen Krisen spielen die hier dargestellten Punkte eine wichtige Rolle. Grundsätzlich sind alle Abschnitte – vor allem aber die letzten drei Punkte – jederzeit essentiell, um in Zeiten immer schneller stattfindender Veränderungen eigene strategische Krisen (→) zu erkennen und zu verhindern.