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Politik von außen nach innen - Bürgerwerte
Eine mögliche Vorgehensweise für langfristig verantwortliche und überzeugende politische Arbeit.

Wer egomanisch denkt und handelt,
nur eigene Interessen in den Vordergrund stellt, Feindbilder schürt und
Menschen pauschal abwertet, gefährdet das Miteinander und die Demokratie.

Mario Buchinger

Misstrauen und Politik

Wir erleben eine Zeit, in der Misstraun gegenüber der Politik wächst. Dieses Misstrauen hat viele Ursachen: Korruptionsskandale, Vetternwirtschaft, existenzielle Ängste, Filterblasen in sozialen Medien und dort aktive Lügenschleudern und vieles mehr.
Die meisten Politiker:innen sind weder korrupt noch sonst wie unanständig sind. Und sie können auch nichts dafür, dass Extremisten einfache Antworten zu komplexen Fragen sowie Ausgrenzung und Hass in sozialen Medien verbreiten, um durch Angst und Verunsicherung ausschließlich für sich selbst Profit zu schlagen.

Ein hausgemachtes Problem

Dennoch hat die Politik ein grundlegendes, hausgemachtes Problem: Sie entwickelt ihre Maßnahmen zu wenig von außen, also von der Zielgruppe her, den Bürger:innen, sondern zu sehr von innen heraus, nämlich durch eigene Vorstellungen, Ideologie, Interessensgruppen und Klientel. Politiker:innen schauen zu sehr auf lokale, kleine Inhalte und übersehen dabei das große Ganze.

Der Weg aus der Sackgasse

Der hier vorgestellte Ansatz zeigt, wie es richtig gehen kann. Wir drehen das, was heute schief läuft, einfach um: Politik von innen nach außen. Von den Bedürfnissen der Zielgruppe, also den Bürger:innen her gedacht, entstehen konkrete umzusetzende Lösungen und dafür notwendige Prozesslandschaften, die stets das Gesamtbild einer weltweit eingebetteten Gesellschaft im Blick haben. Gesellschaft und Wirtschaft werden als eine Einheit und nicht als Gegensatz gesehen.

Politik in der alten Welt

Was ist bei unserem Weg anders?

In den meisten Fällen entstehen Parteiprogramme und umzusetzende Maßnahmen als Ergebnis einer Überzeugung, ohne zuvor das eigentliche Problem verstanden zu haben. Auch in der Strategieentwicklung von Unternehmen sowie im privaten Umfeld denken wir sehr schnell in konkreten Lösungen, weil diese einfach und klar zu begreifen sind. Doch worum es wirklich geht, ist die Erfüllung von emotionalen Bedürfnissen. Die Lösungen dafür sind lediglich ein Mittel zum Zweck.

Der hier dargestellte Ansatz beginnt beim Verständnis der emotionalen Bedürfnisse und leitet erst danach konkrete Lösungen und daraus die notwendige Prozesslandschaft ab.

Schritt 1:
Werte der Menschen verstehen – Bürgerwerte

  • Was sind die tatsächlichen, emotionalen Bedürfnisse aller Menschen in einer Gesellschaft?
  • Nicht in Lösungen denken, Bedürfnisse sind aus einem Werteverständnis heraus resultierende, emotionale Erwartungen.
  • Die Zielgruppe denkt ebenfalls in Lösungen und kann daher nur teilweise Antworten geben.
  • Annahmen über Bedürfnisse, die in der Zukunft wichtiger werden oder erst entstehen können.

Schritt 2:
Lösungen für die identifizierten Bedürfnisse entwickeln

  • Welche Lösungen sind tatsächlich sinnvoll, um die Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen?
  • Gibt es Lösungen, die kein Bedürfnis mehr erfüllen? Diese können wegfallen!
  • Gibt es neue Lösungen für neu erkannte Bedürfnisse?
  • Immer darauf achten, dass das heute Bekannte nicht in die Bedürfnisse gepresst wird. Frei und kreativ denken!

Schritt 3:
Die Lösungen gemäß der Wichtigkeit priorisieren

  • Welche Lösungen sind der Zielgruppe aktuell besonders wichtig?
  • Um welche Bedürfnisse müssen wir uns besonders vor dem Hintergrund einer langfristigen Auswirkung besonders kümmern?
  • Hier nicht kurzfristig oder in klientellastigen Mustern denken, sondern stets die in Schritt 1 identifizierten Bedürfnisse dagegen reflektieren.

Schritt 4:
Zielzustände für Lösungen beschreiben

  • Welchen Zustand in der Organisation und der Prozesslandschaft einschließlich Methoden und Abläufe werden benötigt, um die identifizierten Lösungen real werden zu lassen?
  • Welche heutigen Prozesse und Abläufe werden überflüssig, welche müssen neu entwickelt oder modifiziert werden?
  • Stets im ganzheitlichen Prozessbild denken, Messgrößen und Kennzahlen sind nicht mehr als Hilfsmittel.

Schritt 5:
Umsetzung gemäß Priorisierung

  • Die beschriebenben Zielzustände werden in mit den Leuten, die dafür benötigt werden, in kleinen, iterativen Schritten umgesetzt.
  • Die Schnelligkeit der Umsetzung hängt von den personellen und finanziellen Verfügbarkeiten ab.
  • Zwischenlösungen müssen transparent kommuniziert und den Zielgruppen zwecks Rückmeldung präsentiert werden.

Allgemeine Rahmenbedingungen

  • Der Entwicklungsprozess muss partizipativ mit der Bevölkerung gestaltet werden.
  • Professionelle Begleitung für Kommunikation (nicht nur Marketing!) mit der Bevölkerung.
  • Persönliche Interessen stehen stets hinter den allgemeinen Interessen.
  • Kontroll- und Steuerungsgremien mit wechselnden und gleichgewichteten Besetzungen aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verbänden.
Das Team hinter „Politik von außen nach innen“ – Ihre Ansprechpartner:innen
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Kontakt:

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