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E-Mobiltität der anderen Art

Aus heutigem Anlass berichten wir über ein E-Mobilitätsprojekt der besonderen Art: Solar Impulse

Heute haben Bertrand Piccard und André Borschberg das Solarflugzeug, Solar Impulse 2, sicher in Sevilla, Spanien, gelandet.

 
Was ist so besonders daran?

Es war die erste Atlantiküberquerung mit einem solarbetriebenen Flugzeug.

 
Wer steckt dahinter?

Bertrand Piccard, ist ein Mediziner mit Spezialisierung auf Psychiatrie. Der Mann machte schon mit der Non-Stopp-Weltumrundung in einem Heißluftballon auf sich aufmerksam. Kein Wunder bei der familiären Prägung, denn sein Großvater, Auguste Piccard, fuhr bereits im Jahr 1932 mit einem Ballon bis auf 16.940 m Höhe in die Stratosphäre. Seinen Vater, Jacques Piccard, zog es widerum in die Tiefe, denn er stellte im Jahr 1960 im Marianengraben mit 10.916 m unter dem Meeresspiegel den Tiefseetauchweltrekord auf.

André Borschberg ist Ingenieur mit anschließendem Managementstudium am MIT und ausgebildeter Kampffliegerpilot, der hauptberuflich Flugzeuge und Helikopter fliegt. Hinter den beiden steht ein Team von rund 90 Leuten.

 
Was ist das Ziel?

Mit der ersten Weltumrundung in einem solarbetriebenen Flugzeug zu zeigen, dass dies auch ohne irgendeinen zusätzlichen Treibstoff und somit emissionsfrei möglich ist. Oder wie Bertrand Piccard sagt:

Showing that change is possible.

 
Was bringt das?

„It is built to carry a mission!“ Es geht darum zu zeigen, dass eine andere Art der Mobilität funktionieren kann und dass alles ohne den Einsatz von fossilen Energieträgern. Bereits im Jahr 2015 startete die Reise von Abu Dhabi bis Hawai. Auf der Strecke von Nagoya in Japan bis Hawai brachen die Piloten den absoluten Flugrekord und flogen 5 Tage und 5 Nächte durch. So lange war noch nie ein anderes Flugzeug in der Luft.

Jetzt geht es in die nächste Runde. Mit dem Flug von New York nach Sevilla ist ein großer Schritt getan. Die Reise soll in den nächsten Monaten in Abu Dhabi beendet werden. Das Projekt „Solar Impulse“ soll zeigen, dass mit genügend Willen und Pioniergeist die Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen reduziert werden könnte.

 
Bertrand Piccard bringt es auf den Punkt:

The problem with our society is that, despite all the grand talk about sustainable development, we are a long way from making use of the clean technologies that are already available to us. Those solutions bring opportunities to create jobs, make profit, sustain the growth of the industry, and at the same time protect the environment.

Mehr Informationen finden Sie unter www.solarimpulse.com und im folgenden Youtube-Video.