Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten wünscht Buchinger|Kuduz

So kurz vor Weihnachten halten wir inne und lassen das Jahr 2017 Revue passieren. Das Jahr war geprägt vom Dieselskandal und den befürchteten Fahrverboten in diversen deutschen Städten. Die Kunden, vor allem der deutschen Automobilkonzerne, waren – zu Recht – enttäuscht und die Ausbesserungsarbeiten an den Fahrzeugen sind noch immer nicht abgeschlossen. Der groß angekündigte Dieselgipfel war auch noch ein Schaulauf der Politik und der Autobosse und viel hat sich seitdem nicht getan. Mario Buchingers Offener Brief an die Vorstände der deutschen Automobilindustrie fand dementsprechend große Resonanz.

 

Strategische Krisen

Strategische Krisen

Ein viel diskutierter Beitrag war auch die Analyse der Strategische Krisen von Mario Buchinger. Es geht darum, dass in der Phase der strategischen Krise Gewinne und Einnahmen noch immer in Bestform sprudeln. Die Entscheider in den Chefetagen sehen sich gar nicht dazu veranlasst, etwas an der Strategie und am eigenen Verhalten zu ändern. Dennoch können sich gewisse Dinge im internationalen Umfeld andeuten, die zu einem späteren Zeitpunkt aus der strategischen Krise eine monetäre und danach eine existenzielle Krise werden lassen können.

Allen existenziellen Krisen gehen zwei vorgelagerte Zustände voraus, nämlich die monetäre Krise und davor die strategische Krise. Ab der monetären Krise sind Bedrohungen als solche sichtbar. Es kommt zu Einsparmaßnahmen und nicht selten werden in dieser Phase bereits Arbeitsplätze abgebaut. Sobald die monetären Krisen zu existenziellen Krisen werden, steht die Existenz des Unternehmens auf Messers Schneide. Doch warum sieht man diese Entwicklung nicht früher kommen?

 

Turbulenzen

Neben den Turbulenzen in der „herkömmlichen“ Automobilwelt hat sich auch am E-Mobilitätssektor viel getan: Neue E-Fahrzeuge und Mobilitätskonzepte haben von sich Reden gemacht. Das Revolutionäre an der E-Mobilität ist nicht, dass einfach ein anderer Motor auf ein bestehendes Fahrzeug geschraubt wird. Die weitreichenden Änderungen sind:

  1. Der Energieaufwand für Mobilität kann nachhaltig erzeugt werden.

  2. Die Elektrizitätswirtschaft kann beziehungsweise wird sich durch die Nutzung der Fahrzeugspeicher ändern. Da das Teuerste im derzeitigen Stromsystem die Regelenergie ist, die notwendig ist um Stromschwankungen im Netz auszugleichen, kommt den Elektroautos ein großer Stellenwert zu. Forschungsprojekte gibt es dazu bereits und die Anbieter der Fahrzeuge sind diese Anforderung größtenteils gerüstet. Zudem sehen die Betreiber von Ladestelleninfrastruktur auch ihren Einfluss in dem System gestärkt. Durch den weiteren Zubau von dezentralen Energiequellen (z.B. Photovoltaik) ist die Energiebranche stark im Umbruch.

  3. Ein wichtiger langfristiger Punkt ist der Wandel vom Besitz zur Nutzung. Machen Sie den Versuch und fragen Sie 10 Jugendliche ob sie noch ein Auto besitzen wollen. Je nachdem wo diese jungen Menschen wohnen, werden die Antworten sehr unterschiedlich ausfallen. Am Land ist man nach wie vor eher auf den eigenen fahrbaren Untersatz angewiesen, in den Städten sieht die Lage da bereits ganz anders aus.

 

Weltweit

Ein wesentlicher Punkt bei den Diskussionen rund um Elektromobilität ist immer unsere europäische Sichtweise. Doch wenn man sieht, was sich in Asien diebezüglich tut, bekommt man einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Änderungen. In China wird zwar immer vom Fünfjahresplan gesprochen, aber die Chinesische Zentralverwaltung plant in einem Horizont von 100 Jahren.

Nach Jahren der technischen Unterlegenheit als verlängerte Werkbank der europäischen Autokonzerne sieht das Reich der Mitte seine Chance gekommen. Durch die starke Finanzkraft, kauft man sich das Know How einfach ein (siehe Kauf von Kuka, Putzmeister oder KraussMaffei) und setzt Elektromobilität im Alltag massiv um. Mehr zu den Beweggründen lesen Sie im Artikel Veränderungen im Automobilmarkt.

Auch wenn China ein sehr krasses Beispiel ist, zeigen andere Länder, wie etwa Korea, auch ihren Willen die Verbrennungstechnologie ins Museum zu schicken.

 

Ausblick

Wir sind bereits gespannt, was sich im Jahr 2018 Neues tun wird und werden weiterhin für Sie berichten. Im Januar starten wir mit einer Analyse unserer persönlichen Verbrauchswerte und unseres Mobilitätsverhaltens.

Achensee Winter

 

Bis dahin wünschen wir Ihnen

frohe Weihnachten, ein ruhiges und besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

Beste Grüße

Marlene & Mario Buchinger