Buchinger|Kuduz zieht Bilanz über drei Jahre E-Mobilität und die elektrisch gefahrenen Kilometer

Es ist vollbracht, das dritte Jahr als E-Vielfahrer elektrischem Fahrvergnügen ist voll und wir machen wieder einen Kassensturz. Wie bereits in 2018 angekündigt, hat sich unser Mobilitätsprofil verändert – aber alles der Reihe nach:

Laufleistung

Gesamt gefahrene Kilometer:  23.438 km, das sind knapp 10.000 bzw. 20.000 Kilometer weniger als im letzten bzw. vorletzten Jahr. Die Laufleistung lag damit weit unter dem geplanten Wert von 40.000 bis 50.000 Kilometern. Die Ursachen dafür werden wir noch betrachten.

Wir sind nach wie vor sehr zufrieden und freuten uns über ein schönes Jubiläum: 100.000 elektrisch gefahrene Kilometer.

E-Mobilität ist schon alltagstauglich. Buchinger|Kuduz ist als E-Vielfahrer bereits über 100.000 Kilometer elektrisch unterwegs.
E-Mobilität ist schon alltagstauglich

Die längsten Touren im vergangenen Jahr führten uns nach Wien (450 km) und nach Graz (400 km). Außerdem gab es Fahrten in den Bayrischen Wald, ins Allgäu, nach Nürnberg, Neckarsulm, Tübingen oder Salzburg, welche alle unter 400 Kilometer pro Strecke liegen. Bis auf diese gelegentlichen längeren Reisen (insgesamt 25 Mal in den letzten 12 Monaten) sank die durchschnittliche Fahrtdistanz auf unter 100 Kilometer pro Fahrt. In der Vergangenheit haben wir aber auch Fahrten mit über 1000 Kilometer (Split, Kroatien) mittels zweier 20-30 minütiger Ladestopps problemlos bewältigt (nein, wir haben nie an einer Ladestation übernachten müssen).

Tankkosten

Zu Hause wurde in den letzten 12 Monaten Strom im Wert von 296,31 Euro getankt. Externe Ladestationen haben wir, bis auf die Tesla-Supercharger Schnellladestationen, nicht benutzt. Das Tesla eigene Ladenetz wird ständig erweitert und wir sind nach wie vor zufrieden mit dieser Serviceleistung. Andere Anbieter professionalisieren ihr Angebot entsprechend, aber bezüglich der Ladeinfrastruktur geht der Punkt eindeutig an das amerikanische Unternehmen.

Wir hatten die Tankkosten in unserer Kalkulation ursprünglich mit 500 Euro pro Jahr angenommen, da liegen wir entsprechend weit darunter. Umgerechnet auf die Kilometerleistung belaufen sich die Tankkosten auf 0,01 Euro/km.

Wenn man von einem durchschnittlichen Spritpreis von 1,20 Euro und einem moderaten Fahrverhalten mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 5,2 Litern pro 100 Kilometer ausgeht, wären bei gleicher Laufleistung circa 1.463 Euro an Tankkosten mit einem konventionellen Fahrzeug angefallen.

Weitere Faktoren unserer Bilanz

Bei unserem Kassensturz haben wir noch weitere Kosten betrachtet: Es kamen im dritten Betriebsjahr Werkstattkosten in Höhe von 645 für das 100.000 Kilometer-Service und zwei Räderwechsel dazu.

Bei der Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung punktet der Tesla nach wie vor durch den Wegfall der KFZ-Steuer (in Österreich analog der motorbezogenen Versicherungssteuer).

Sowohl die Sommer- als auch die Winterreifen hielten diese Saison. Aufgrund der Schneesituation in Tirol haben wir in Schneeketten investiert. Da es nur eine passende Marke für Tesla gibt, die Ketten für 19“ Räder mit Abstandshalter zum Schonen der Felge anbietet, war der Preis mit 326 Euro brutto entsprechend hoch, was aber auch bei anderen Fahrzeugen üblich ist. 

Inzwischen

Inzwischen gehören wir zu den „alten Hasen“ im Bereich E-Mobilität, E-Vielfahrer sozusagen. Auch im dritten Betriebsjahr sind wir davon überzeugt. Wenn man die Summe der gefahrenen Kilometer erwähnt, versuchen die Leute nicht mehr krampfhaft zu erklären, warum Elektromobilität in der Praxis nicht funktioniert. 

Durch den Tesla 3 hat die Verbreitung von E-Autos einen massiven Schub bekommen und dieser Trend wird sicherlich auch im nächsten Jahr anhalten.

Tesla 3 - tolles Design, genügend Reichweite und Supercharger Netzwerk - viele Gründe, die für dieses Auto sprechen. Ein weiterer Schritt für die Verbreitung von E-Mobilität
Tesla 3, ein Erfolgskonzept, das sich rasch verbreitet

Ausblick der E-Vielfahrer

Wie bereits im letzten Jahr angekündigt, ist die Individualmobilität nicht der Weisheit letzter Schluss. Ein wesentlicher Aspekt einer Mobilität der Zukunft ist es, weniger Autos zu haben und mehr auf öffentliche und geteilte Ressourcen zu setzen. Daher absolvieren wir die meisten Reisen bereits mit der Bahn. Die Reisen führten uns u.a. nach Berlin, Bologna, Bremen, Dresden, Graz, Hamburg, Karlsruhe, Konstanz, Maribor, Neckarsulm, Nürnberg, Prag, Stuttgart, Wien und Zürich.

Als E-Vielfahrer wagen wir ein weiteres Experiment im kommenden Jahr: Derzeit steht als Zweitauto noch ein Mini (12 Jahre, 160.000 Kilometer) zur Verfügung. Denn auf dem Land ohne vernünftige Anbindung an den öffentlichen Verkehr und mit einem Beruf, der ständiges Reisen erfordert, ist es eine Herausforderung die beruflichen Fahrten, private Verpflichtungen und Spontanes mit nur einem Fahrzeug und zwei Personen unter einen Hut zu bekommen.

Wir wollen zeigen, dass es möglich ist zu Zweit auch im ruralen Raum mit nur einem Fahrzeug auszukommen. Wie entwickelt sich das Fahrverhalten? Werden weniger Fahrten gemacht? Steigt man öfters auf das Fahrrad rum? Müssen wir uns gelegentlich Fahrzeuge ausborgen? Wie ist es mit der Flexibilität? Was können wir daraus lernen?

All diese und viele weitere Fragen wollen wir im kommenden Jahr beantworten. Wir freuen uns, dass Sie uns auf unseren Reisen begleiten. 

Haben Sie Fragen oder Kommentare? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Beste Grüße,
Ihre Marlene Buchinger

E-Vielfahrer: Bilanz nach drei Jahren E-Mobilität

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